tar.gz entpacken – auf Windows, Mac und Linux
Das .tar.gz-Format ist unter Linux und Mac Standard, taucht aber auch auf Windows immer häufiger auf – z. B. bei Downloads von Open-Source-Projekten. Hier steht, wie du .tar.gz-Archive öffnest und entpackst, ohne Fachwissen.
tar.gz-Support bei tarpanda ist geplant. Aktuell empfehlen wir die unten genannten Tools.
So funktioniert’s
Verstehen: tar.gz ist zweifach gepackt
tar bündelt mehrere Dateien in ein Archiv, gz komprimiert es. Zum Öffnen muss man beide Schritte umkehren – viele Tools machen das in einem Rutsch.
Passenden Weg wählen
Unter Windows 10/11: tar-Befehl in der Kommandozeile oder 7-Zip. Unter macOS/Linux: Terminal-Befehl oder integrierter Archivmanager.
Entpacken
Ein einziger Befehl oder Doppelklick reicht. Das Ergebnis ist ein Ordner mit dem Inhalt des Archivs.
Funktionen
Windows 10/11: tar-Befehl
Seit Windows 10 Version 1803 eingebaut. In der Kommandozeile: `tar -xzf datei.tar.gz`. Ohne Installation.
Windows: 7-Zip (2 Klicks)
Rechtsklick → 7-Zip → Hier entpacken. Das Ergebnis ist ein .tar – noch einmal Rechtsklick → 7-Zip → Hier entpacken. Fertig.
macOS: Doppelklick reicht
Der integrierte Archive Utility von macOS öffnet .tar.gz sofort per Doppelklick – kein zusätzliches Tool nötig.
macOS/Linux: Terminal
`tar -xzf datei.tar.gz` entpackt in den aktuellen Ordner. Das -z steht für gzip, -x für extract, -f für Dateiname.
Linux: Archivmanager
file-roller, engrampa, Ark – alle gängigen Linux-Archivmanager beherrschen .tar.gz nativ.
Online-Extraktor
Für kleine Archive OK, aber mit Datei-Upload. Bei großen oder sensiblen Archiven lokal entpacken.
Wofür nutzen Anwender das Tool?
Open-Source-Projekt von GitHub
GitHub liefert Releases oft als .tar.gz. Unter macOS/Linux Doppelklick oder `tar -xzf`. Unter Windows: 7-Zip in zwei Schritten oder `tar -xzf` in der CMD.
Server-Backup
Webhoster, VPS-Anbieter und Server-Backups liefern Daten häufig als .tar.gz. Für große Backups lieber lokal entpacken als online.
Linux-Software
Manche Linux-Programme werden nur als .tar.gz verteilt. Mit `tar -xzf` entpacken, dann je nach Anleitung kompilieren oder ausführen.
Konfigurationsdateien teilen
Systemadmins schicken Log- oder Config-Verzeichnisse oft als .tar.gz – kleinere Dateien als ZIP und unter Unix-Systemen quasi Standard.
Was ist der Unterschied zwischen tar, gz und tar.gz?
tar steht für „tape archive“ und bündelt einfach mehrere Dateien und Ordner zu einer einzelnen Datei – ohne Kompression. gz (gzip) komprimiert eine einzelne Datei. Kombiniert man beides, erhält man tar.gz (oder kurz .tgz): ein komprimiertes Archiv, vergleichbar mit ZIP. Der Vorteil gegenüber ZIP: Unter Unix bleiben Dateirechte und Symlinks korrekt erhalten.
Kommandozeilen-Cheatsheet
tar -xzf archiv.tar.gz – entpackt in den aktuellen Ordnertar -xzf archiv.tar.gz -C zielordner/ – entpackt in einen bestimmten Ordnertar -tzf archiv.tar.gz – zeigt den Inhalt an, ohne zu entpackentar -czf archiv.tar.gz ordner/ – erstellt ein neues .tar.gz-Archiv
Wird tarpanda tar.gz unterstützen?
Ja – tar.gz, tar.bz2, tar.xz und auch reines .tar stehen auf der Roadmap. Bis dahin sind die oben genannten Tools die einfachste Wahl.
Häufige Fragen
Ja, seit Windows 10 1803. In der Eingabeaufforderung (CMD) oder PowerShell: `tar -xzf datei.tar.gz`. Der Befehl ist eingebaut, keine Installation nötig.
Keiner. .tgz ist einfach die Kurzform von .tar.gz – identischer Inhalt, identischer Umgang. Manche Tools bevorzugen die eine oder andere Schreibweise, aber funktional sind beide gleich.
Ja, und es erkennt das verschachtelte Format sogar und entpackt mit einem Doppelklick beide Ebenen. 7-Zip braucht zwei Schritte.
Historisch. Unter Unix hat man gern ein Tool pro Aufgabe: tar bündelt, gzip komprimiert. Moderne Formate wie ZIP oder 7z kombinieren beide Schritte, tar hat sich aus Tradition erhalten.
Ja: Erst .tar.gz entpacken, dann den entstandenen Ordner in tarpanda ziehen und als ZIP exportieren. So kannst du die Dateien problemlos an Empfänger schicken, die keine tar-Tools haben.